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Warum in den Kindergarten?

  • Kindergarten2 -  © Claudia Hautumm/pixelio.de

Wer kleine Kinder unter 3 Jahren hat, wird sich früher oder später die Frage stellen müssen: Gebe ich mein Kind in den Kindergarten und wenn ja warum?

Der Kindergarten bietet neben der Betreuung eine frühkindliche Förderung an, die das Sozial- und Lernverhalten der Kinder schult.

Die Betreuung

Viele Eltern beschließen aufgrund der Zeit und des Betreuungsangebotes, einen Kindergartenplatz für ihr Kind an zu nehmen.

Der Kindergarten ermöglicht es somit, dass der karenzierte Elternteil wieder einer Halb- oder Ganztagstätigkeit nachgehen kann.
Wichtig ist zu bedenken, dass nicht alle Einrichtungen längere Betreuungszeiten anbieten. Daher sollte man sich frühzeitig um eine Einrichtung bemühen.

Kinder mit Behinderung

Bei einem Kind mit Behinderung kann man einen so genannten integrativen Kindergarten wählen, der Kinder mit und ohne Behinderung aufnimmt. Die Betreuung der Kinder übernehmen spezifisch- ausgebildete PädagogInnen.

 

Das Sozialverhalten

Ein wichtiger Aspekt ist der soziale Einfluss, den ein Kindergarten auf das Kind hat. Das Kind wird zum ersten Mal über einen längeren Zeitraum von den Eltern getrennt und erlebt sich in einer neuen Rolle: dem Kindergartenkind. Es ist plötzlich ein eigenständiges Mitglied einer neuen Institution.

Sozialverhalten in der Gruppe

In einer Gruppe von meist etwa 15-20 Kindern wird so ein erstes Sozialverhalten eingeübt. Die Kinder müssen lernen, sich einzugliedern, Streit auszuhalten, Konflikte zu lösen und Freunde zu finden. Dies geschieht nicht mehr nur durch die Unterstützung von der Mutter und dem Vater, sondern durch das Kind selber. Die Gruppe von Kindern regelt dabei vieles selbst. Das erlernte Sozialverhalten im Kindergarten ist für die Eingliederung in die Gesellschaft ein wichtiger Aspekt.

 

Die Pädagogik

Neben Betreuung und dem Sozialverhalten spielt auch die erzieherische Seite eine wichtige Rolle. Die PädagogInnen geben den Kindern im Kindergarten wichtige Impulse und Anregungen für das Lern- und Spielverhalten. Pädagogische Materialien, Bilderbücher, Spielecken und Exkursionen zu nahe gelegen Orten (z.B. Besuch im Wildgehege, Besuch in einer Kläranlage) gehören genauso dazu, wie das Fördern von individuellen Stärken der Kinder.

 

Der Kindergarten....

  • ... schafft die Grundlage für verantwortliches Handeln und gegenseitiges Verständnis.
  • ... nimmt die Interessen der Kinder ernst und hilft die Freude am Lernen zu entdecken.
  •  ... fördert bei Kindern die Sinneswahrnehmungen wie Anfassen, Riechen, Schmecken und Fühlen.
  •  ... führt die Kinder zur Selbstständigkeit heran.
  •  ... befriedigt die Neugierde und Bedürfnisse der Kinder.
  •  ... schafft die Grundlagen zu eigenem Handeln und macht dadurch stark.
  •  ... fördert die Eigeninitiative und Fantasie der Kinder und lässt sie ihre Ideen verfolgen und umsetzen.
  •  ... hilft im Spiel Konzentration, Ausdauer und Durchhaltevermögen zu trainieren (erste Werkreife).
  •  ... ermöglicht den Kindern ein gemeinsames Spielinteresse zu entdecken.
  •  ... lehrt die Kinder sich sprachlich auszudrücken und sich mit anderen zu verständigen.
  •  ... stellt gezielte Aufgaben und fordert die Kinder Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen.
  •  ... vereint Kinder mit unterschiedlichem familiären, kulturellen und nationalen Hintergrund.

 

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