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Erfrischendes Eis selbst herstellen
Ideal für die heiße Sommerzeit. Kinder lieben Eiscreme. Mit diesem Experiment können Sie gemeinsam mit den Kindern leckeres Erdbeereis herstellen.
Material/ Zutaten:
- Schale
- Rührbesen
- Schutzbrille
- Pürierstab oder Mixer
- Zucker
- Süße Sahne
- Flüssiger Stickstoff
- Erdbeeren
Sicherheitshinweise:
Vorsicht mit dem Stickstoff: Nur ERWACHSENE sollen damit hantieren!!!! Stickstoff hat sehr tiefe Temperaturen und deshalb ist auch Erfrierungsgefahr gegeben!
Und so geht´s:
Zuerst 1 kg frische Erdbeeren gründlich waschen. Danach 80% der Erdbeeren in einer Schüssel mit dem Pürierstab zerkleinern, so dass eine zähflüssige Konsistenz erreicht wird. Der Rest der Erdbeeren wird für später aufbewahrt.
Danach gibt man zu dem Erdbeerpüree 1 Liter frische Schlagsahne und vermengt alles gründlich mit dem Rührbesen. Nun soviel Zucker hinzugeben, bis die Masse leicht übersüßt schmeckt.
Unter kräftigem Rühren gießt man nun vorsichtig flüssigen Stickstoff hinzu. Wichtig: eine Schutzbrille tragen. Dabei ist zu beachten, dass der Stickstoff in kleinen Portionen zugegeben wird um ein übermäßiges, zu schnelles Einfrieren zu verhindern. Nur durch langsames, wiederholtes Abkühlen bei andauerndem Rühren erhält man eine cremige Konsistenz.
Zum Abschluss rührt man die restlichen Erdbeeren in kleine Stücke geschnitten unter das Eis um einen noch fruchtigeren Geschmack zu erhalten.
Anmerkung:
Der restliche Stickstoff kann einfach auf den Boden geschüttet werden, wo er verfliegt.
Erklärung:
Wie wird das Eis so cremig?
Das Problem und die Kunst eines wirklich guten Speiseeises liegt darin,
den nötigen Schmelz zu erreichen. Sie kennen es selbst: Lassen Sie
Wasser (oder auch gezuckerte Sahne) einfach gefrieren, dann hat man
schließlich einen Eisblock. Wenn man an diesem Eis leckt, entsteht durch
die niedrige Temperatur und die glatte Oberfläche an der Zunge ein
recht unangenehmes Gefühl, das nicht zum Verzehr einlädt. Die
Eiskristalle sind einfach zu groß. Der Schmelz des Speiseeises und das
Geheimnis seiner Zubereitung liegt in dem Problem, möglichst kleine
Eiskristalle zu erzeugen. Ohne Emulgator (wie zum Beispiel der
Wunderemulgator Eigelb) und sehr viel Rühren entsteht kein gutes
Speiseeis oder Sorbet.
Die Lösung besteht darin, den Wassermolekülen erst gar keine Zeit zu
geben, zu größeren Kristallen zusammenzuwachsen. Wenn man also die
gewünschte Speiseeismasse mit flüssigem Stickstoff quasi
"schockgefriert", braucht man auch keinen Emulgator.
Was ist flüssiger Stickstoff?
Flüssiger Stickstoff wird als Kältemittel mit hoher Wärmekapazität
eingesetzt und dient dabei u. a. in der Wissenschaft,
Lebensmitteltechnologie, Medizin und Pharmaindustrie, z.B. zum
Schockgefrieren und zum Gefriertrocknen von empfindlichen
Nahrungsmitteln, Zellen, Gewebe, Blut, Biochemika usw., zur Gaslagerung
von Obst und Gemüse, in der Technik zur Kaltmahlung von sonst
zähelastischen Materialien wie Kunststoffen und Kautschuk etc.
Er wird normalerweise in isolierten offenen Gefäßen bei seiner
Siedetemperatur aufbewahrt. Sie beträgt bei Normaldruck -195,8 °C,
"eiskalt" ist dafür eine viel zu warme Umschreibung.
Flüssigen Stickstoff können Sie hier beziehen:
Air Liquide Austria
Ein Liter Stickstoff kostet 3€. Sie haben die Möglichkeit sich diesen per Post zusenden zu lassen.

